Varroa 2020

Konsequente Behandlung gegen Varroa ist auch weiterhin gefordert!!!

… solltest du dir als Imker*in unsicher sein, ob die aktuelle Situation deiner Bienen gut oder schlecht ist, spreche bitte deinen Gesundheitswart oder deine Gesundheitswartin im Verein, eine*n Wanderlehrer*in oder deine*n Obmann oder Obfrau an. Sollten Sie als Leser*in dieser Zeilen bei keinem Imkerverein Mitglied sein, dann melden sie sich bitte bei einer Obfrau oder einem Obmann eines Imkervereins. Ihnen wird auch ohne Mitgliedschaft weiter geholfen. Nur zusammen können wir die Varroa ausreichend bekämpfen und das Überleben der Bienen sichern.

Dieses Jahr ist das Jahr von Bannwaben und totaler Brutentnahme. Die Uni in Kirchhain hat fleissig geforscht und das Ergebnis lässt sich sehen. Wenn man das Bannwabenverfahren oder die totale Brutentnahme richtig anwendet, schafft man eine Varroareduktion um 95%. Das ist sensationell!!!
Die Verfahren sind zwar mit einem gewissen Aufwand verbunden, die aber für eine*n Hobbyimker*in leicht machbar sein sollten 🙂
Auch Kombinationen von biotechnische Maßnahme und einem chemischen Präparat sind möglich. Mehr erfährt man in den Flyern … und bei den Wanderlehrer*innen 🙂

Flyer 1: Naturnahe Varroabehandlung
Flyer 2 – Komplette Brutentnahme
Flyer 3 – Das Bannwabenverfahren
Flyer 4 – Künstliche Brutunterbrechung

Varroabekämpfungsmittel

Die aktuell zugelassenen Varroa-Bekämpfungsmittel findet ihr im Arzneispezialitätenregister inkl. Gebrauchsanweisung (GI) und Fachinformation (FI).

Einfach bei der Zieltierart „Honigbiene“ auswählen und dann auf den „Suchen“ Knopf drücken.

Die Hyperthermie, also die Wärmebehandlung, kann ich mittlerweile nicht mehr empfehlen.
Speziell wenn das komplette Volk behandelt wird, ist das Ergebnis bezüglich dem Wirkungsgrad stark unterschiedlich. Außerdem muss hier einiges bezüglich unbebrüteten Waben und Futterkränze berücksichtigt werden. Fakt ist für mich, dass die Wärmedurchdringung nicht gleichmäßig ist und dadurch Varroen teilweise zu gut isoliert sind und nicht sterben. Ich habe auch mittlerweile zu viele Hitze gequälte Bienen gesehen. Die Schäden durch die Wärmebehandlung sind für mich jedenfalls nicht geringer, als durch eine Ameisensäurebehandlung. Die offene Brut überlebt weder das eine, noch das andere.
Außerdem mutmaße ich, dass wir durch die Wärmebehandlung impotente Drohnen produzieren und ich mutmaße, dass auch diese sich an Begattungsflügen beteiligen. Das ist für mich jedenfalls eine Begründung, warum an gewissen Orten auffallend viele mix-brütige Jungköniginnen (standbegattet) auftreten. Wer mit dem Kauf eines Wärmebehandlungsgerätes liebäugelt, kann mich gerne ansprechen.

– Gregor Mayer –