Tagebuch

8.5.2017

Toller Tag, der am Vortag eingefangene Bienenschwarm hat die Ablegerkiste wieder verlassen und wollte noch einmal eingefangen werden. Dafür ist er jetzt gut in einer Ablegerkiste einquartiert.
Claras Volk hat zu unserer großen Freude das Schwärmen aufgegeben und sammelt sehr viel Nektar. Der letzte Schwarm kam aus Paulis Volk. Alle Weiselzellen, bis auf eine, wurden entfernt und so ist auch in diesem Volk, das Schwärmen vorerst kein Thema mehr.
Stanislaus Bienen sind dagegen schwächlich und wir haben leere Waben entnommen und eine Eiwabe aus Eriks Volk entnommen, damit sich die Bienen eine neue Königin machen können.
Tatjanas und Eriks  Völker haben Reinzuchtköniginnen aus Warth. Starke Völker und keine Anzeichen zum Schwärmen. So gefällt uns das und das spricht natürlich schon für Reinzucht statt alle Königinnen am Bienenstand begatten zu lassen.

… und wenn die Bienen doch mal stechen, gibt es ein Spitzwegerich-Pflaster (Tipp einer Kräuterhexe 😉 )
Wenn du mehr über den Spitzwegerich wissen möchtest, schau mal HIER nach.

29.4.2017

Cooler Tag heute 🙂
Wir hatten ja schon angenommen, dass zumindest Claras und Paulis Volk Weiselzellen haben. … und so war es auch. Die Bienen haben die kalten Tage genutzt und den ersten „warmen“ Tag auch gleich zum Schwärmen genutzt.
Wir haben heute alle Völker auf ihre Schwarmlust geprüft. Bei Paulis Volk haben wir lange die Königin vergeblich gesucht, alle Weiselzellen entfernt, bis auf eine, die wir mit einer zweiten Brutwabe in eine Ablegerkiste gegeben haben. Jetzt hoffen wir, dass wir sie gut genug geschröpft haben, dass die Schwarmlust erlöscht … und das wir die Königin nur übersehen haben.
Bei Claras Volk hat Clara extrem viele Weiselzellen entfernt, darunter auch 2, aus denen bereits Jungköniginnen geschlüpft sind. Wir gehen davon aus, dass damit die Schwarmgefahr vorerst gebannt ist, denn jetzt muss die junge Königin erst einmal ihren Begattungsflug durchführen und mit der Legetätigkeit starten.
Den Schwarm hat Clara professionell vom Baum geholt. Damit haben wir Bienen, die in kürzester Zeit die Waben ausbauen werden, denn Schwarmbienen brennen darauf, viel Wachs zu schwitzen.
Stanislaus Volk hat uns mit auffallend wenig Bienen überrascht. Dafür haben wir ein paar Weiselzellen gefunden. Scheinbar war die alte Königin nicht mehr fit und nun ist eine neue im Entstehen. Toll wie die Bienen sich so etwas erfolgreich regeln.

12.4.2017

Nachdem es immer schwieriger wird, gemeinsame Termine zu finden, haben wir zum Rähmchen machen, einen zweiten Termin ausgemacht.
Dabei freut es uns besonders, dass wir wieder mehr geworden sind. Tatjana liebt Bienen und hat sich dazu entschlossen bei uns mitzumachen … und das freut uns riesig :-). Ihre Aufgabe ist es, so wie bei uns allen, ihr Bienenvolk zu führen, immer zu schauen, dass es „ihren“ Bienen gut geht … und als Dankeschön, darf Sie Honig, den ihre Bienen machen, nach Hause mitnehmen. (das ist dann im Juni und im Juli soweit ;-))
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Auch Erik und Tatjana nageln fleißig Abstandhalter, verlegen Drähte und spannen diese dann so, dass die Mittelwände gut in den Rähmchen halten, allerdings nicht so fest dass sich die Holzleisten verbiegen.
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An beiden Enden hängen die Edelstahldrähte an Nägeln. An diesen Nägel, werden dann die Kontakte für den Strom angedrückt.
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Durch die Kontakte fließt dann Strom durch die Drähte und macht die Drähte sehr heiß. Dadurch schmilzt das Wachs von der Mittelwand und der Draht schmelzt sich in die Mittelwand hinein. Hier heißt es gut aufpassen, denn wenn man zu lange wartet, schmelzt der Draht sich auf der anderen Seite auch gleich wieder durch und man hat zerstückelte Mittelwandteile. Ist man wiederum zu vorsichtig und der Draht schmelzt sich nicht weit genug in die Mittelwand, hält die Mittelwand nicht, wird durch die warme Luft im Stock weich und senkt sich eventuell irgendwie im Stock ab und die Bienen bauen kunterbunt dazu die Waben aus … und wir Imker können dann die Waben nicht mehr gut heraus nehmen und sie nicht kontrollieren. Aber unsere beiden Jungimker haben es prima gemacht und schon können die neuen Rähmchen mit Mittelwänden in die Stöcke gehängt werden.
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… über so schöne Brutwaben freuen wir Imker uns sehr 🙂

10.4.2017

Unsere Völker entwickeln sich sehr gut. Um sie weiter zu unterstützen sollen sie eine weitere Mittelwand bekommen und ein sogenanntes Baurähmchen, wo die Bienen ohne Mittelwand bauen können, wie sie wollen. Das Baurähmchen wird von den Bienen im Normalfall dazu genutzt, Drohnenbrut (das sind die männlichen Bienen) zu machen. Die Drohnenzellen sind größer als die Arbeiterinnenzellen und die Männchen brauchen auch 3 Tage länger für ihre Entwicklung. Das weiß auch unser Erzfeind, die Varroa und legt deswegen bevorzugt in Drohnenzellen ihre Eier um sich fortzupflanzen. Wir Imker nutzen das, um im Frühling, Varroa zu reduzieren, damit die Völker gesund und möglichst virenfrei bis zur Sommerbehandlung durchhalten.
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Auf den Rähmchen werden Abstandhalter festgenagelt, damit die Rähmchen immer den richtigen Abstand zueinander haben, damit die Waben alle schön von den Bienen ausgebaut werden. (unser gewollter Abstand hat den englischen Begriff „bee-space“ und beträgt 8-10mm. Bei diesem Abstand bauen die Bienen keinen zusätzlichen Wildbau.)
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Wenn die Abstandhalter alle montiert sind, werden Edelstahldrähte in den Rähmchen gespannt, damit die Waben stabiler in den Rähmchen hängen und wir bei der Durchsicht keine abgeknickten Waben haben, falls die Waben seitlich und unten noch nicht von den Bienen fixiert wurden. Außerdem brechen die Waben in der Honigschleuder nicht und können so gut wiederverwendet werden, was auch unseren Bienen gut gefällt. Honigfeuchte Waben lieben sie.
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Wenn die Drähte gut gespannt sind, werden die Mittelwände drauf gelötet und kommen dann so in die Beuten. Eine Mittelwand gleich ganz vorne bei der Flugöffnung, zwischen der Pollenwabe und der ersten Brutwabe. Das Baurähmchen kommt am Ende, nach der letzten Brutwabe und der nachfolgenden Futterwabe in den Stock. Der Grund ist, dass Drohnen für ihre Entwicklung weniger Wärme benötigen, als die Arbeiterinnen, deswegen sind sie natürlicher Weise, immer am Rand des Brutbereiches. (Baurähmchen sind Rähmchen ohne Drahtung. Sie haben nur Abstandhalter, damit der Abstand zu den Nachbarwaben passt.)
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3.4.2017

Wir entschließen und zu einer Reizfütterung. In jeder Beute entdeckeln wir eine hintere Futterwabe und gaukeln so den Bienen mehr Tracht vor und animieren die Königinnen mehr Eier zu stiften. Zusätzlich bekommen die Völker ein Rähmchen mit einer Mittelwand an das Brutnest dazugehängt, damit sich das Brutnest gut ausbreiten kann und die jungen Bienen, ihre Wachsschuppen, die sie als Baubienen produzieren, auch verwenden können. (und die Wachsschuppen nicht nur ungenutzt auf die Stockwindel fallen.)
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31.3.2017

Das Bienenjahr startet für uns mit einer Durchsicht der Völker. Den Varroa-Totenfall haben wir sowieso regelmäßig durch den ganzen Winter geprüft.

… und wir dürfen uns freuen, alle unsere 5 Völker haben den Winter gut überstanden. Das Volk von Stanislaus und und Volk Nummer 5 sind die schwächsten, der fünf, allerdings kein Grund zur Sorge.

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19.11.2016

Seit Anfang Oktober haben wir zwar nichts mehr gepostet, allerdings haben wir trotzdem regelmäßig unsere Bienen kontrolliert. Die Re-Invasion durch unseren größten Feind, die Varroa Milbe, hat dazu geführt, dass wir im Herbst bereits 3x unsere Bienen mit Oxalsäure behandelt haben, um die Varroa Milbe zu dezimieren. Obwohl dieser Herbst wieder ein fataler Herbst mit vielen Völkerverlusten ist, geht es unseren 5 Bienenvölkern gut.
Heute sind sie durch die warmen Temperaturen wieder geflogen, haben gekotet, tote Bienen aus dem Stock getragen und einzelne Bienen haben sogar Pollen gesammelt. 🙂

2.10.2016

Heute werden die letzten Futterkübel entnommen, unsere Bienen sind fertig aufgefüttert und sollten mühelos durch den Winter kommen.
Der heutige Tag hat aber auch etwas Besonderes. Clara füttert heute die Bienen mit ihren Händen ;-). Das Schöne ist, keine Biene sticht dabei, warum auch, sie bekommen ja nur Süßes zum Schlecken.
… trotzdem ist das etwas, was sich nicht jeder traut. Zu sehr steckt in den meisten Köpfen die Angst, dass Bienen bei bloßer Berührung mit uns Menschen stechen könnten. Clara ist hier der lebende Beweis, dass dies nicht so ist. Problemlos akzeptieren die Bienen alle Bewegungen :-).

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Pauli dagegen ist der Spezialist für die Einzeltherapie von Bienen ;-).
Rechts unten seht ihr übrigens eine perfekte Wabe zu dieser Jahreszeit. Ein schöner fetter Futterkranz, der sich tief herunter zieht, links in der Mitte ist ein kleines Brutnest (klein deswegen, damit die Bienen die Brut auch bei einem Kälteeinbruch gut wärmen können. Immerhin brauchen die Larven 35°C für ihre Entwicklung). In der Mitte ist Pollen eingelagert. Pollen ist für die Produktion des Futtersaftes nötig. Futtersaft für die Königin (Gelee Royale) und natürlich der Futtersaft für die Larven.

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24.9.2016

… lang, lang ist’s her, dass alle unsere 4 Jungimker beisammen waren. Schön ist es, alle 4 wieder auf einem Haufen zu sehen, bzw. frisch und fröhlich bei der Arbeit.

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Fleißig entfernt Pauli den Wildbau auf den Oberleisten der Rähmchen, damit das Plastik schön auf den Rähmchen aufliegt und die Maden der Wachsmotten hier keinen Zufluchtsort haben, wo sie sich vor den Bienen verstecken können.

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Die leeren Futterkübel werden entfernt und erneut mit Zuckerwasser gefüllt. Nachdem unsere Bienchen schöne Brutflächen angelegt haben, ist auch der Futterverbrauch derzeit recht beachtlich.
Zur Vorsicht, damit die Chance auf Bienenstichen auf den Händen reduziert ist, bekommt jeder der möchte, einen Tropfen Nelkenöl auf die Hand, der dann auf den Händen schön verstrichen wird. Nelkenöl ist ein Duft, den die Bienen gar nicht mögen und deswegen den Fingern ausweichen.

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Futterkübel weg, Aufzeichnungen werden gemacht, Schutzbrille für die Oxalsäurebehandlung probiert … alles läuft schon schön automatisch ab 🙂

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16.9.2016

Bei unserer heutigen Kontrolle sind wir eine Schrumpfparty. Nur Stanislaus ist da und darf sich dafür gleich bei allen 5 Völkern austoben 😉

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20.8.2016

Nachschau und Füttern ist angesagt. Erik und Stanislaus mixen hier gerade den Zuckersaft an.
Bei der Nachschau haben wir auch Eriks Königin gesehen und wollen die fleißige Dame auch euch nicht vorenthalten. Die Königin trägt die Nr. 5 auf ihrem Rückenschild, wodurch man sie leicht beim Durchschauen finden kann.

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Rähmchen werden mit dem Stockmeissel angehoben, damit die Verklebung mit Propolis aufbricht und die Waben zur Kontrolle gut heraus gehoben werden können.

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Das Führen von Aufzeichnungen ist in der Imkerei etwas Wichtiges. Bei jedem Besuch wird aufgeschrieben, wir stark das Volk ist, wieviel Waben hinaus oder hinein kommen, wieviel Futter gegeben wird, Besonderheiten und natürlich auch die Anzahl der gefundenen toten Varroa Milben.

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Herbert und unsere Jungimker sind offensichtlich zufrieden. Besonderer Dank an diesem Tag gilt dem fleißigen Georg – der guten Seele der Pfarre – der uns Gemüse geschenkt hat, welches natürlich gleich verkostet wird. … und es hat lecker geschmeckt 🙂

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„Futter“ gab es nicht nur für uns, sondern auch die Bienen haben ihre Futterkübel bekommen, damit einerseits die Königin fleißig Eier stiftet und andererseits, damit im Winter genug Futters für die Bienen da ist.

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7.8.2016

Heute ist Nachschau angesagt, wie es unseren Bienen so geht 🙂
Alle Völker sehen gut aus und wir dürfen zufrieden sein. Freude macht jedenfalls wie alle Kinder bei ihren Bienen zupacken 🙂

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Einzel“Streichel“Stunde für eine Jungbiene bei Pauli 🙂

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… und nach dem Streicheln wird mit der „Raukanone“ (=Smoker) gequalmt und wie man unten rechts sieht, die Stockwindel kontrolliert. Auf der Stockwindel findet man viele wichtige Hinweise zum Befall durch den Schädling Varroa, ob das Volk hungert, ausgeraubt wird, der Befall durch die Wachsmotte usw.

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30.7.2016

Wir hatten eine kleine Sommerpause, in der sich nicht sehr viel abgespielt hat, ausser, dass der neue Aufstellplatz für die fünfte Trogbeute geschaffen wurde und sich Herbert um die beiden Ableger mit den Warth’er Königinnen Nr. 5 und 13 gekümmert hat, die heute in ihre Trogbeuten übersiedelt wurden.

Heute trafen wir uns um Claras „Heim-Volk“ durchzusehen, das letzten Mittwoch, nach einer Räuberei, temporär in die Pfarre Hütteldorf übersiedelt wurde. Außerdem wurden bei Claras, Paulis und Stanislaus Trogbeute die Brutwaben ganz nach vorne gerückt, damit die Ameisensäure gut oberhalb des Brutnestes wirken kann … um unseren „Erzfeind“ in der Imkerei, die Varroa-Milbe möglichst vollzählig zu töten.

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Oben sieht man Erik beim Anheizen des Smokers. In der Zwischenzeit hat Clara bei Ihrem Volk die Futterzarge abgehoben und beginnt das Volk durchzusehen, um die Schäden nach der Räuberei zu erkennen. Um diese Jahreszeit gibt es kaum noch Tracht in Wien (also kaum Nektar, aus dem die Bienen den Honig machen), so dass offene Völker mit Honigwaben oder ausgeschütteter Honig rund um einen Bienenstock sehr, sehr schnell eine Räuberei auslösen kann. Deshalb haben wir auch entschieden, dass wir ein Volk nach dem anderen bearbeiten, um hier möglichst schnell mit jedem Volk fertig zu sein und nicht zu lange die Beute geöffnet zu haben. So kommt es eben auch, dass bei uns die Imkerei recht chillig ist … eine arbeitet, der Rest sieht zu ;-).
.. wobei das Gute beim Zusehen ist, dass man dabei auch lernen kann, denn es werden Fragen gestellt und beantwortet, sowie Bienenerlebnisse geteilt 🙂

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Hier schauen Erik und Stanislaus die Verdunstungs-Blätter durch, die bei den Liebig-Verdampfern für die 85%ige Ameisensäure verwendet werden. Die Anzahl der Rähmchen (Zargen) und die Tageshöchsttemperaturen bestimmen die Größe der Verdunstungsfläche, damit die Bienen nicht unnötig geschädigt werden und möglichst viel Varroa getötet wird.
Unten sieht man rechts unseren „Mr. Smoke“ bei der Arbeit und links 2 Bienen beim Kämpfen. Die eine Bienen möchte in den Stock und die zweite verhindert es. Das ist um die Jahreszeit ein häufiges Schauspiel und wird in den nächsten Tagen durch die Wespen noch deutlich intensiver. Deswegen werden wir nach der Ameisensäurebehandlung auch die Flugöffnungen reduzieren, damit unsere Bienen nur noch eine kleinere Öffnung kontrollieren müssen.

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Oben sieht man Clara bei Durchsicht und beim Vorrücken der Brutwaben. Rechts ist der Bienenstich auf Erik’s Hand zu bewundern. … das es nicht mehr anschwellt ist sehr positiv :-).

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Unnötige (überzählige) Waben wie die, die Erik hält, werden zum Teil aus dem Volk entfernt. Interessant bei der Wabe die Erik hält ist, dass die Bienen die Mittelwand oben an den Oberträger nicht angebaut haben. Das ist eigentlich sehr ungewöhnlich, denn beim Mittelwand einlöten legen wir die Mittelwand extra an der unteren Leiste an und lassen nach oben Luft, weil sonst unten nie angebaut wird und die Waben-Stabilität beim Schleudern schlechter ist (… und die Waben schneller kaputt gehen). Bienen bauen ihre Waben immer von oben herunter, deswegen ist die Wabe oben immer sehr gut, sprich über die ganze Länge, an die Leiste angebaut. … naja, fast immer, die Bienen, die diese Wabe ausbauten, wussten davon offenbar nichts 😉
Unten links jagt Herbert gerade die Bienen mit dem Smoker nach vorne, damit das Trennschied nach vorne gerückt werden kann um den von den Bienen genutzten Raum zu optimieren. (Ist der Raum größer als die Bienen kontrollieren können, dann haben die Bienen Schwierigkeiten beim Heizen und Kühlen, sowie wenn Feinde in den Stock kommen. Deswegen ist aus unserer Sicht auch die Trogbeute so ideal für den Hobbyimker.
Unten rechts ist Erik gerade dabei, die Verdunstungsfläche für die Ameisensäure auf die richtige Größe zu bringen.

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Oben sieht man, wie der Plastikhalter mit dem Verdunstungspapier bereits auf den Brutwaben liegt. Unten sieht man, wie Herbert die Flasche mit der Ameisensäure auf den Halter gibt. Danach wird die Beute flott geschlossen, damit wir nicht nicht ätzende Ameisensäure riechen müssen.

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Oben links sieht man Stanislaus bei seinem Volk arbeiten, auch die Verdunstungsfläche wird von ihm korrekt bestimmt.
Unten sieht man, wie wir bei Domi seinem Ableger, der das kleine Einheitsmaß-Rähmchen hat, zusätzliche Leisten anschrauben, damit wir die Rähmchen in die Trogbeute umhängen können.

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Hier schüttet Herbert die restlichen Bienen in das neue Zuhause, nachdem wir bei beiden Ablegern das Glück hatten, die Königin schnell zu entdecken und gut (schnell und sicher) in die Trogbeuten zu übersiedeln.
Das obere rechte Foto zeigt Erik beim Übersiedeln seines Volkes in die Trogbeute. Seine Trogbeute unterscheidet sich von den restlichen Trogbeuten, weil sie einen „Spezial-Anstrich“ von Rudi, unserem Vereinsbienenstandswart bekommen hat. Danke Rudi 🙂
In einer Woche ist die Ameisensäure verdampft und wir werden unsere Völker fleißig füttern, damit sie im Winter genug zum Fressen haben und große starke Völker in den Frühling starten können.

7.7.2016

Juhuu, wir haben ein neues Imkerkind 🙂
Dominic ist zu uns gestoßen. Erik hat seinen Freund mitgenommen, nachdem er ihm so viel von den Bienen erzählt hat, was mir natürlich sehr gefällt 🙂
Unsere Arbeiten sind heute, die Ableger auf etwaige Weiselzellen zu prüfen und dann die Plastik-Verschlüsse für den Futterteig zu öffnen.
Nachdem Domi neu ist, zeigt ihm Pauli zuerst sein Bienenvolk, wie Honigwaben und Brutwaben aussehen.
Nachdem der Königinnenzusetzkäfig nun so ist, dass die Bienen den Zuckerteig von Außen erreichen können, wird die Königin vermutlich innerhalb von 24 Stunden in ihrem neuen Reich bereits frei herumlaufen und die ersten Zellen bestiften.

Danach ging es ab zu Lucias Garten, wo wir den Honig abschäumten und die mitgebrachten Gläser mit Honig gefüllt wurden. Als die „Beute“ in den Taschen der Kinder verstaut war, fuhren wir noch zum Vereinsbienenstand wo der zweite Ableger mit dem Königinnenzusetzkäfig von Erik fachmännisch kontrolliert wurde und der Zusetzkäfig zum Ausfressen frei gegeben wurde.
Danach zeigte Erik seinem Freund Domi die Königin im Schaukasten und wollten dann noch Völker durchsehen. Trotzdem es schon nach 18 Uhr war, waren die Bienen friedlich und so konnten die beiden Neo-Imker ihrem Drang, die Bienen zu beobachten und besser kennen zu lernen, gut und stichfrei nachkommen.
Es war ein richtig genialer Imkertag der allen – mir auf jeden Fall 😉 – sehr viel Freude bereitet hat.
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… leider gibt es keine Fotos davon, wie Pauli Domi ganz perfekt sein Bienenvolk gezeigt hat und wie man mit dem Stockmeissel die Rähmchen heraus nimmt. *sehr gut gemacht*  🙂

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… na, da bin ich auch einmal mit der Fotokamera abgeschossen worden 😉

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Eriks Ableger hat eine verkleinerte Flugöffnung, damit eine etwaige Räuberei durch fremde Bienen vermieden wird.
Unten sieht man schön den Königinnenzusetzkäfig.

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… hier füllt die Bande fleißig ihre Ernte ab. Bloß Clara geht uns ab, allerdings haben wir für sie Honig aufgehoben ;-).

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… faszinierend, wie Erik fachmännisch die Völker durchsieht, so als ob er das immer schon gemacht hätte 🙂 … und wohlgemerkt, der junge Mann ist seit 1 Woche Imker *stolz bin*

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… Domi macht auch schon eine gute Figur als Imker. Das Halten der Rähmchen und die Arbeitsgeschwindigkeit passt prima. Lustig fand ich, wie Domi Erik immer wieder sagte, dass er auch mal „ran“ möchte :-).

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… hier halten die beiden die Bienentraube, die vom abgekehrten drohnenbrütige Volk von Erik übriggeblieben ist.

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5.7.2016

Gestern bekam ich von Stephan (unserem Webmaster) einen Anruf, dass er heute Königinnen aus Warth-Aichhof holt und er fragte mich, ob ich 2 haben möchte oder weiß, wer eine brauchen könnte.
Da sind mir auf Anhieb 2 Völker eingefallen, die scheinbar ohne Königin sind (sprich keine Brut haben), Eriks Volk und eines meiner Völker, dem wir vor rund 2 Wochen erfolglos eine Zuchtlatte eingehängt hatten.
Erik, Pauli und Stanislaus hatten Zeit und schon holten wir kurz nach 8 Uhr die Königinnen von Stephan, kontrollierten Eriks Volk noch einmal genau durch, um auszuschließen, dass sein drohnenbrütiges Volk Afterweisel hat (Afterweisel sind Arbeiterinnen, die auf Grund der Weisellosigkeit zum Eier legen beginnen). Siehe da, wir fanden Zellen, die an der Seitenwand Eier kleben hatten. Das war der Beweis, dass dieses Volk Afterweisel hatte. Wir packten also das Volk zusammen, um es woanders abzukehren, weil Afterweisel nicht mehr gut fliegen können, die „normalen“ Bienen sollten heimfliegen und planten, die Königin dann dem zurückgekehrten Volk zu zusetzen. Doch was passierte, der liebe Gregor verschätzte sich mit der Entfernung und keine Biene wollte zurück fliegen.
Dann prüften wir mein Volk am Vereinsbienenstand und siehe da, die Königin hatte bloß ein paar Wochen keine Eier gelegt … heute erwarten uns 3 wunderschöne Brutwaben.
Naja, manchmal kommt es anders als man denkt. Also bestückten Erik und ich 2 Ablegerkisten mit Waben und Bienen und setzten die Königinnen jeweils in ein Volk zu. Jetzt sind wir einmal gespannt, wie flott sich die neuen Völker entwickeln. Sobald die Königinnen die ersten Brutwaben haben, werden wir das eine in Eriks Trogbeute umquartieren und meines in eine normale Beute übersiedeln.

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Oben packen Erik und Pauli die Trogbeute in den Kofferraum. Sie geht sich allerdings nur ohne Deckel im Caddy aus … also fuhren wir ohne Deckel ;-).
Oben rechts sieht man Erik mit seiner Nummer 5 (Reinzuchtköniginnen tragen Nummern am Rückenschild), die er unten in seinen Ableger steckt.

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3.7.2016

Hurraaa, wir haben ein neues Imkerkind 🙂
Raphael hat uns ja leider auf Grund seiner letzten allergischen Reaktion auf einen Bienenstich in die Wange verlassen, dafür freuen wir uns jetzt, dass Erik zu uns gestoßen ist und unsere Gruppe bereichert.
Heute haben wir die Völker durchgesehen und alle schleuderreifen Honigwaben entnommen, entdeckelt und geschleudert.

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Erster Tag von Erik mit den Bienen. Er hält die Rähmchen absolut sicher, hat eine bienenfreundliche, ruhige Arbeitsgeschwindigkeit und entdeckt die Königin auf einer gezogenen Wabe. – Größte Hochachtung, lieber Erik, ich bin begeistert 🙂
… nur weiter so :-)))

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Drohnen auf der Hand laufen lassen ist schon immer wieder eine wunderbare Sache.
Stanislaus ist ebenfalls fleißig am Werken und kontrolliert sein Volk. Auf der Stockkarte wird dann notiert, wie viele Brutwaben das Volk hat und das 2 Waben zum Schleudern entnommen wurden.

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Hier sieht Erik sein Volk durch und entdeckt, dass es drohnenbrütig ist. Wir suchen deswegen nach einer Königin, die keine befruchteten Eier mehr hat, finden aber keine. Nächste Chance, wir setzen eine Brutwabe aus einem anderen Volk zu und hoffen, dass die Bienen sich jetzt selbst eine neue Königin ziehen.

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Mit 9 Honigwaben geht es ab zu Lucia’s Garten, wo die Waben perfekt von Erik und Pauli entdeckelt werden und dann in die Honigschleuder gepackt und geschleudert werden. Auf Grund des Platzes, haben wir die Entdeckelungsarbeit ins Freie verlegt. Das entspricht zwar nicht der Hygieneverordnung und auch die ersten Suchbienen waren bald da, aber es war luftig und es war auch für mich als Fotografen angenehmer ;-).

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18.6.2016

Erntezeit 🙂
Die ersten Waben mit „reifem“ Honig werden entnommen. Dadurch, dass die Linde gerade honigt, können wir zwar einige Waben nicht nehmen, weil aus manchen Ecken der frische Lindenblütenhonig tropft (zu viel Wassergehalt) … aber macht nichts, die holen wir uns beim nächsten Mal ;-).
Wir haben aus 3 Völkern 14kg Honig entnommen, je 3kg pro Jungimker / Jungimkerin und 2kg warten noch auf Pfarrer Murlasits und Georg, die uns in der Pfarre so nett unterstützen.
Tipp: Honig muss weniger als 20% Wassergehalt haben, damit der Honig nicht gärt und zu Alkohol wird. Um den Wassergehalt zu messen, wird das Refraktometer verwendet. Wenn kein Refraktometer zur Hand ist, macht man die „Spritzprobe“. Bei der Spritzprobe nimmt man die Wabe waagrecht und stößt die Wabe waagrecht nach unten ab und wenn Honig tropft, kommt die Wabe zurück in die Beute und muss auf das Schleudern warten.

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Danke liebe Lucia, dass wir bei dir Honig schleudern dürfen 🙂

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So können Waben aussehen, wenn sie waagrecht gedrahtet sind. Sie verformen sich leichter in den warmen Beuten und beim Schleudern brechen die Waben auch leichter, weil sie sich mehr bewegen können, als wenn senkrecht gedrahtet wird. Wir drahten unsere Waben jedenfalls senkrecht und haben auch viel Spaß dabei :-).

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Hier werden noch ein paar Rähmchen gedrahtet, Abstandhaltern genagelt und Mittelwände gelötet.

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Die Honigwaben werden entdeckelt und dann in der Honigschleuder vorsichtig so gedreht, dass der Honig aus den Zellen geschleudert wird.

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Raphaels Volk war mit der neuen Königin nicht zufrieden … und schon machen sie eine neue „Weisel“.
Das lückenhafte Brutnest zeigt eindeutig, dass die Königin nicht in Ordnung ist.

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